Fernglaskunde: Unterschied zwischen Dachkant- und Porroprismengläsern

In diesem Beitrag wollen wir uns den inneren Werten von Ferngläsern widmen und das Thema Prismen näher beleuchten. Denn neben Objektiven und den Okularen ist das Prismensystem eines von drei wesentlichen Bestandteilen eines Fernglases. 

Schauen wir durch ein Fernglas, wirken diese Komponenten folgendermaßen zusammen: Ein beobachtetes Objekt reflektiert Lichtstrahlen, diese treffen auf die Objektive. Im Inneren des Fernglases werden die Lichtstrahlen durch die Prismen korrigiert, das heißt: Sie richten das höhen- und seitenverkehrte Bild auf und spiegeln es. Schließlich gelangt das Licht über die Okulare in das Auge des Betrachters. Generell kommen beim Bau von Ferngläsern zwei Prismensysteme zum Einsatz: Porro- und Dachkantprismen. 

Worin besteht der Unterschied bei Porro- und Dachkant-Prismen?

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass einige Ferngläser eher schlank und geradlinig aussehen, während andere etwas klobiger wirken. Das liegt daran, dass die äußere Form von Ferngläsern durch die Art des verwendeten Prismensystems bestimmt wird. 

Dachkantprismen sind in einer Linie angeordnet, das ermöglicht eine schlankere Bauform.  Beim Porroprismen-System sind die Glaselemente gegeneinander versetzt, was im Vergleich zu ähnlichen Dachkantprismen ein breites Sichtfeld, eine hohe Schärfentiefe und besonders plastische Abbildungen bietet. In Porroprismen verläuft der Strahlengang in rechten Winkeln. 

Im Unterschied zum Porroprismen haben Dachkantprismen an einer Seite die Form eines Satteldachs, mit einer Dachkante als “First”. Hier wird das Licht durch Verspiegelungen weitergeleitet, wofür mindestens eine Fläche mit einer metallischen Verspiegelung versehen werden muss. Bis der Lichtstrahl in das Okular eintritt, wird er an sechs Stellen reflektiert. 

Die kompakte Bauform der Dachkantsysteme erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. Eine multivergütete Optik und hochwertige Glassorten sorgen für helle und gestochen scharfe Bilder. Jedoch ist der optisch-mechanische Fertigungsaufwand bei einem Dachkant-Fernglas höher als bei einem Porro-Fernglas von gleicher Qualität. 

Welches Fernglas ist am besten geeignet? 

Allgemein lässt sich nicht sagen, welches Glas besser für Sie geeignet ist. Bei beiden Bausystemen spielen auch zahlreiche weitere Faktoren wie die Verarbeitung und das Material der Prismen eine wichtige Rolle, um brillante, kontrastreiche Abbildungen in authentischer Farbgebung und bester Auflösung zu ermöglichen. 

Porroferngläser wie das trophy P 8 x 42 und das trophy P 10 x 50 ermöglichen Ihnen plastische Bilddarstellungen in 3D-Optik. Gleichzeitig verfügen Sie über ein großes Sehfeld, 

sammeln dank ihrer oft größeren Objektivdurchmesser viel Licht und sind daher gut für Beobachtungen speziell in der Dämmerung, wie zum Beispiel für astronomische Entdeckungen mit dem Fernglas geeignet. 

Dachkantferngläser wie das adventure D 8 x 26 sind leistungsstarke und kompakte Allrounder für jedes Freizeitabenteuer und können neben ihrer schlanken Form auch als echte Leichtgewichte bezeichnet werden. Sie sind die optimalen Begleiter für die bewegte Vogel- und Tierbeobachtung auf Reisen oder im nahegelegenen Wald. Darüber hinaus ermöglichen Dachkantgläser wie das sektor D 8 x 42 compact+ scharfe Abbildungen auf geringe Distanz: So betrachten Sie auch Kleintiere und Insekten im Detail. 

Bei einem Eschenbach-Fachhändler in Ihrer Nähe haben Sie die Möglichkeit, sich selbst einmal von den jeweiligen Vorteilen der Dachkant- und Porroprismen-Ferngläser zu überzeugen. Vor Ort können Sie dazu verschiedene Modelle ausprobieren und sich ausführlich zu Ihren gewünschten Anwendungsgebieten beraten lassen. So finden Sie garantiert ein Fernglas, welches Ihnen lange Freude bereitet!