Mindestens drei Zeichen erforderlich.

Ein Marienkäfer, der auf einem grünen Blatt sitzt.
Vogel- und Tierbeobachtung |

Von Mümmel bis Mugge: Tiernamen aus Deutschlands Mundarten

Dass viele Dinge in Deutschland je nach Region unterschiedliche Namen tragen, ist längst bekannt. Ein klassisches Beispiel sind die Endstücke eines Brotlaibs. Während mancherorts vom Knust gesprochen wird, heißt es anderswo Kanten, Knäppchen oder ganz anders. Die Vielfalt der Dialekte sorgt dafür, dass viele alltägliche Begriffe von Ort zu Ort stark variieren.

Kein Wunder also, dass auch Tiere in den verschiedenen Mundarten eigene Bezeichnungen erhalten haben. Einige Ausdrücke wie „Viech“ sind vielen Menschen geläufig. Andere hingegen sind weit weniger bekannt und klingen für Außenstehende beinahe wie eine Fremdsprache. Im Folgenden stellen wir einige dieser regionalen Tiernamen vor. Vielleicht erkennen Sie bereits beim Lesen, welches Tier jeweils gemeint ist.

Mugge

Wer in Süddeutschland von einer „Mugge“ spricht, meint die Stechmücke. Besonders in Bayern ist außerdem die Form „Muckn“ verbreitet. Gerade an warmen Sommerabenden begegnet man den kleinen Plagegeistern häufig.

Ein Kaninchen, das auf einer grünen Wiese sitzt.

Kiniglhos

Hinter dem bayerischen Wort „Kiniglhos“ verbirgt sich das Kaninchen. Für dasselbe Tier existieren in Deutschland zahlreiche weitere regionale Namen. In Teilen Mitteldeutschlands hört man oft „Karnickel“. Im Schwäbischen wird „Häfele“ verwendet. Im Rheinland wiederum begegnet man gelegentlich dem Ausdruck „Mümmelmann“ oder “Mümmel”.

Modschegiebchen

Dieser ungewöhnliche Begriff stammt aus dem Sächsischen und bezeichnet den Marienkäfer. Auch für das kleine Glückssymbol gibt es zahlreiche mundartliche Varianten. In Franken wird beispielsweise „Herrgottsmückelein“ verwendet. Im Schweizerdeutschen ist „Himugüegeli“ verbreitet. Kaum ein anderes Insekt besitzt eine vergleichbare Vielfalt an liebevollen Namen.

Peer

Im Norden Deutschlands und in friesischen Regionen steht „Peer“ für das Pferd. Auch hier finden sich zahlreiche regionale Alternativen. Im Bayerischen  ist „Ross“ geläufig, während man im Schwäbischen oft „Gaul“ hört. In Teilen Sachsens existiert außerdem die Bezeichnung „Happel“. 

Dialekte entdecken, Natur beobachten 

Dialekte machen deutlich, wie vielfältig Deutschland ist. Wer aufmerksam durch verschiedene Regionen reist, begegnet dabei oft weit mehr als nur ungewöhnlichen Wörtern. Auch die Tierwelt verändert sich von Landschaft zu Landschaft. Ob Marienkäfer auf einer blühenden Wiese, Kaninchen am Feldrand oder Pferde auf weitläufigen Weiden: Viele Tiere lassen sich besonders gut bei Ausflügen in die Natur beobachten.

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Das Bild zeigt ein Fernglas von Eschenbach

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