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Schmetterlingsfreundliches Gärtnern: Welche Pflanzen locken Schmetterlinge an?

Kaum ein Bild verkörpert so viel Idylle, wie das eines tanzenden Schmetterlingspaares. Leider sind viele der 3.700 Schmetterlingsarten in Deutschland mittlerweile vom Aussterben bedroht. Der Grund sind Monokulturen auf den Feldern, geschotterte Vorgärten und eine generelle Abnahme der Artenvielfalt in Garten und Wald. Doch es gibt Hoffnung: Mit den richtigen Pflanzen können Sie in Ihrem Garten oder Balkon kleine Oasen für die farbenfrohen Falter schaffen. Zum Dank erhalten Sie so nicht nur zusätzliche Farbtupfer, sondern auch wunderschöne Naturbeobachtungen direkt bei Ihnen zu Hause!

Warum sind Schmetterlinge ein wichtiger Teil des Ökosystems?

Fast alle Schmetterlinge ernähren sich von Blütennektar. Ähnlich wie auch Bienen und Hummeln sorgen sie so – quasi im Austausch – für den Pollentransport und damit für die Bestäubung der Pflanzen. Schmetterlinge besitzen allerdings einen langen, gerollten Rüssel, weshalb sie von ganz anderen Blüten angezogen werden als andere Insekten. Bleiben die Schmetterlinge weg, können die jeweiligen Pflanzen nicht mehr von der symbiotischen Beziehung profitieren und sterben aus. Umgekehrt sorgt pflanzliche Monokultur dafür, dass den Schmetterlingen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Um die Artenvielfalt von Flora und Fauna auch in kommenden Jahren zu gewährleisten, können Sie im heimischen Garten aktiv werden. 

Eine bunte Wildblumenwiese mit Schmetterlingen

Weitere Tipps für einen schmetterlingsfreundlichen Garten

Neben dem Anpflanzen einer wilden Blumenmischung können Sie noch vieles tun, um die bunten Falter in Ihrem Garten oder auf dem Balkon zu unterstützen. Lassen Sie Wildnis zu – besonders Brennnesseln sind für fast jede Schmetterlingsraupe eine wichtige Nahrungsquelle. Achten Sie bei der Begrünung darauf, viele heimische Gewächse zu pflanzen, denn sie bieten eine verlässliche Nahrung für Schmetterlinge. Verzichten Sie dabei möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel. Wussten Sie, dass auch die meisten Küchenkräuter für Schmetterlinge attraktiv sind? Das ist eine echte Win-Win-Situation. Lassen Sie außerdem abgeblühte Pflanzen über den Winter stehen, da sie vielen Nützlingen und deren Larven in der kalten Jahreszeit Unterschlupf bieten. Um bereits früh im Frühjahr die ersten Schmetterlinge mit Nahrung zu versorgen, lohnt es sich, im Garten eine Sal-Weide zu pflanzen. Mähen Sie zudem eher sparsam, damit blühende Pflanzen möglichst lange als Nektarquelle dienen können.

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